Donnerstag, 11. Oktober 2018
Der neue US-Star Kathleen Baker beim Swimmeeeting Südtirol – Auch Dahlia und Orsi kommen am 3. und 4. November nach Bozen
Dienstag, 02. Oktober 2018

Scozzoli und Martinenghi in Bozen

Swimmeeting Südtirol: Scozzoli hat Rekordsieger Rupprath im Visier – Martinenghi-Comeback in Bozen – 22. Auflage am 3. und 4. November am Pfarrhof
Scozzoli und Martinenghi in Bozen
Auf den Tag exakt einen Monat vor der 22. Auflage des Swimmeeting Südtirol, das am 3. und 4. November wie immer in der Albert-Picher-Halle ausgetragen wird, wurde die Veranstaltung um den Pokal der Stadt Bozen nur wenige Meter vom „Tatort“ entfernt im Versammlungssaal der Sportzone Pfarrhof der Öffentlichkeit präsentiert. Wie immer seit der Premiere hat OK-Chef Christian Mattivi vom SSV Bozen das Swimmeeting Südtirol präsentiert. Seit1997 holt er mit seinem Organisationsteam die Weltklasse in die Südtiroler Hauptstadt.
Bozen hat sich in all diesen Jahren einen Namen gemacht, nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch weltweit. Für viele Azzurri ist das Meeting in Bozen am ersten November-Wochenende die erste Gelegenheit, sich in der neuen Saison ins Rampenlicht zu schwimmen. Eine Saison, die mit zahlreichen Höhepunkten gespickt ist. Immerhin stehen zwei Weltmeisterschaften an. Die Kurzbahn-WM von 11. bis 16. Dezember in Hangzhou in China und die Langbahn-WM sieben Monate später im Juli 2019 in Gwangju in Südkroea.
Das Swimmeeting Südtirol ist ein erster Test für alle. Ein ganz besonderes Verhältnis hat Fabio Scozzoli zu Bozen. Er fühlt sich hier wie zu Hause und hat sich in seiner Laufbahn schon 15 Mal in die Siegerliste eingetragen. Im letzten Jahr hat er zum ersten Mal auch über 100 m Lagen gewonnen. Über 50 und 100 m Brust hat er jeweils sieben Siege zu Buche stehen. Sollte Scozzoli in diesem Jahr wieder den Hattrick schaffen, würde er mit Rekordsieger Thomas Rupprath aus Deutschland gleichziehen, der es am Pfarrhof auf 18 Erfolge gebracht hat.
Zumindest Janine Pietsch (ebenfalls Deutschland), die in der Ewigen Liste mit 16 Siegen auf Rang zwei liegt, will Scozzoli überholen. Scozzoli ist zwar schon 30 Jahre alt, aber er war in der letzten Saison so schnell wie nie zuvor. Bei der Europameisterschaft im August in Glasgow hat er sich über 50 m Brust in 26,79 Sekunden nur seiner Majestät Adam Peaty geschlagen geben müssen und seinen Italienrekord vom April (26,73) nur knapp verfehlt. Seine Kurzbahn-Italienrekorde hat Scozzoli im vergangenen Dezember bei der EM in Kopenhagen aufgestellt. Die 25,62 brachten ihm nicht nur Gold, sondern auch den Europarekord. Über 100 m Brust hatte er in Dänemark in 56,15 Silber erobert. „Für uns ist es wirklich eine Freude, Fabio Scozzoli in jedem Jahr dabei zu haben. Er gehört zu den Publikumslieblingen und hat noch nie enttäuscht“, sagt OK-Chef Mattivi.
Große Spannung herrscht vor dem Comeback von Nicolò Martinenghi. Italiens Rekordhalter über 100 m Brust auf der Langbahn (59,01) kehrt in Bozen nach langer Zeit für einen Wettkampf ins Becken zurück. Der 19-Jährige hatte 2017 die Schwimm-Welt verblüfft und sowohl bei der Junioren-WM in Indianapolis als auch bei der Junioren-EM in Nethanya in Israel das Gold-Doppel über 50 und 100 Brust gewonnen, aber die letzte Saison hatte Martinenghi immer wieder körperliche Beschwerden. „Seit März hat er keine Wettkämpfe mehr bestritten, er musste auch die Europameisterschaft in Glasgow auslassen. Aber seit einigen Wochen ist er motivierter denn je zum Training zurückgekehrt“, sagt Mattivi. Auch bei den Damen hat eine starke Brust-Schwimmerin schon ihre Zusage gegeben. Scozzoli-Freundin Martina Carraro hat 2016 den Italienrekord über 100 m Brust auf der Langbahn aufgestellt (1.06,41) und bei der EM in Glasgow über 50
und 100 m Brust die Ränge sechs und sieben in 31,11 bzw. 1.07,59 belegt.
Nicht nur Italien am Pfarrhof: Stewart, Neal und Santana
Traditionell sind aber nicht nur Italiens Spitzenschwimmer beim Swimmeeting Südtirol am Pfarrhof stark vertreten. Auch aus dem Ausland kommen namhafte Sportler, vor allem aus den USA. Die Olympiasieger Aaron Peirsol, Natalie Coughlin oder Ryan Lochte sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch in diesem Jahr kommen wieder starke Athleten aus Übersee in Südtirols Hauptstadt. Die starke Delfin-Schwimmerin Kendyl Stewart hat mit der US-Lagen-Staffel bei der Weltmeisterschaft 2015 in Kasan Silber gewonnen. Zum ersten Mal wird auch Lia Neal in Bozen sein, die bei den letzten beiden Olympischen Spielen eine Medaille mit der Freistil-Staffel der USA über 4 x 100 m Freistil gewonnen hat. (Bronze in London 2012, Silber vier Jahre später in Rio). Auch bei der Langbahn-WM 2017 in Budapest hat Neal zweimal Gold gewonnen. Mit der Freistil-Staffel der Frauen über 100 m und mit der US-Mixed-Staffel über 4 x 100 m Freistil. Ebenfalls seine Premiere in Bozen wird der starke Brasilianer Mateus Santana feiern, der mit Brasilien bei den Olympischen Spielen 2016 in der Heimat im
Finale über 4 x 100 m Freistil dabei war. Mit Stefano Razeto hat auch der deutsche Vizemeister über 50 m Freistil sein Kommen zugesagt.
Laura Letrari, Zaccaria Casna e Stefano Ballo beim Heim-Meeting dabei
Für Laura Letrari gehört das Swimmeeting Südtirol seit Jahren zum festen Bestandteil ihres Wettkampfprogramms. Im Vorjahr hat sie am Pfarrhof die 100 m Lagen gewonnen und damit ihren insgesamt sechsten Sieg gefeiert. Auch in diesem Jahr will sie vor den Augen der Familie, vielen Freunden und Bekannten auf das Podium, Die 29 Jahre alte Brixnerin ist hoch motiviert, hat schon Anfang September wieder das Training aufgenommen und kommt nach einem mehrwöchigen Training in Linz und einem Trainingslager in der Türkei nach Bozen. “Das erste Ziel in diesem Jahr ist die Kurzbahn-WM im Dezember in China, auch wenn die Qualifikationszeiten des italienischen Verbandes schwer zu packen sind. Aber ich möchte mich für einen Staffelstart in China empfehlen und auch in den Lagen-Rennen schnell sein“. Auch die beiden Bozner Zaccaria Casna (schwimmt im dritten Jahr für Circolo Nuoto UISP Bologna und Stefano Ballo (er startet für Amici Nuoto VVFF Modena) wollen am Pfarrhof dabei sein. Beide haben sich zum Abschluss der letzten Saison in starker Form gezeigt und bei den Senioren-Italienmeisterschaften im August in Rom Medaillen gewonnen.
Super-Jackpot von 1000 Euro in acht Rennen
In acht der 18 Einzel-Rennen können die Sieger jeweils ein Preisgeld von 1000 Euro gewinnen und den Super-Jackpot knacken, wenn sie einen Meetingrekord schwimmen in einem jener Bewerbe, in denen der Rekord schon mindestens 3 Jahre alt ist. Vier Veranstaltungsrekorde am Pfarrhof sind noch aus dem Jahre 2009, in dem zum letzten Mal mit den High-Tech-Anzügen geschwommen werden durfte. Die 50 m Delfin der Frauen (Inge Dekker in 25,70) und drei Männer-Rennen: 100 Delfin (Mario Todorovic 50,80), 50 und 100 Rücken (Nick Thoman in 23,69 e 50,32).
Programm unverändert: “The best of” am Samstag ab 16:45 Uhr und am Sonntag ab 14.00 Uhr
Keine Änderungen gibt es im bewährten Programmablauf der letzten Jahre. Wie immer wird das zahlreiche Publikum die Stars am Samstag ab 16:45 Uhr und am Sonntag ab 14.00 Uhr in Aktion sehen. Die drei besten Serien jedes Wettkampfs (alle Stile über 50 e 100 Meter sowie die 100 m Lagen werden innerhalb von 90 Minuten durchgezogen. Mattivi steh zu dem Format: „Warum sollten wir etwas ändern? Den Zuschauern gefällt es, weil sie so die wichtigsten Rennen in kürzester Zeit sehen und auch die Athleten haben nichts daran auszusetzen, denn so müssen sie nicht von morgens bis abends in der Halle sein, auch wenn viele von ihnen wegen der besonderen und einzigartigen Atmosphäre, die am Pfarrhof herrscht, zu uns kommen“.
Alle Rennen live im Internet
Wie immer seit dem Jahre 2012 gibt es auch einen Live-Stream des gesamten Meetings im Internet. Schwimmfans auf der ganzen Welt können die Wettkämpfe (Super-Serien inklusive) auf www.meetingbz.it oder www.liveye.it in Echtzeit verfolgen. Ein weiterer Grund mehr, warum das Swimmeeting Südtirol auf der ganzen Welt bekannt ist und einen guten Namen hat in der Szene.
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